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wein+bau
im ortswappen flankieren zwei weinreben die alte linde, die große glocke der fienstedter kirche ist dem hl. urban gedacht, dem schutzheiligen des weines. weitere spuren des ehemaligen weinbaugebietes findet man in der umgebung des dorfes.


„doch die weinberge nennt der magdeburgische topograph von 1780 nicht mehr, obschon die weinstöcke neben der linde im dorfsiegel und die nennung des hl. urban, des schutzherrn des weinbaus, auf der größten und ältesten glocke, daran erinnern, daß auch fienstedts bauern einst rebbau trieben. nordöstlich des dorfes liegt das weinbergsfeld, hier an den talhängen werden wir die einstigen fienstedter weinberge zu suchen haben.“
[aus: erich neuß, wanderungen durch die grafschaft mansfeld, 1938]
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berg+bau
1734 kurbrandenburg erläßt das "auflassungspatent", welches das freie schürfen nach bodenschätzen erlaubt. es finden sich bergwerke auch bei fienstedt
 bergbau


eisen+bahn
unweit vom ort an der schnellstrasse liegt der alte bahnhof von fienstedt. noch zu erkennen die alte beschriftung und zum teil sieht man noch die alten gleise.

der rückblick auf die ehemalige halle-hettstedter eisenbahn (hhe) beginnt mit der eintragung der betreibenden eisenbahngesellschaft am 24. juni 1895 in das handelsregister. der bau der kleinbahn erforderte damals 1.763.000 rm, die privat-bahn war in ihrer blütezeit mit einer streckenlänge von ca. 60 km eine der bedeutensten bahnen im deutschsprachigen raum.

sie wurde am 31. dezember 1896 auf der strecke
halle-klaustor - nietleben - heidebahnhof - dölau - lieskau - salzmünde-süd - fienstedt - schochwitz - beesenstedt-ost - beesenstedt - schwittersdorf - rottelsdorf - burgsdorf - polleben - heiligenthal - gerbstedt - welfesholz - hettstedt
endgültig eröffnet, nachdem bereits im mai provisorisch der personenverkehr und im september dann der güterverkehr aufgenommen worden waren.

In gerbstedt begann bis ende der 60er jahre auch noch die stichstrecke: gerbstedt - zabenstedt - friedeburger hütte - freist - friedeburg.

der lokbahnhof befand sich in gerbstedt, er wurde erst 1993 aufgelöst. im Übergabebahnhof halle-klaustor bestand über die hafenbahn (regelspur, 1990 eingestellt) ein anschluß zum halleschen hauptbahnhof. von dieser hafenbahn aus gab es noch eine industriebahn mit einer spurweite von 1000 mm, auf der ausschließlich güterverkehr mit rollböcken abgewickelt wurde.

nach dem 2. weltkrieg wurde auch die "halle-hettstedter" als privat-bahn von der deutschen reichsbahn übernommen. da der personenverkehr schon immer gering war und sich in den 60er jahren auch das güteraufkommen negativ entwickelte, mußte der betrieb 1962 eingestellt werden. nachdem 1975 das gleis auf wesentlichen strecken abgebaut worden war, werden heute nur noch "reste" der ursprünglichen anlagen genutzt.

von hettstedt aus geht der verkehr derzeit bis heiligenthal und soll demnächst nur noch bis gerbstedt aufrecht erhalten werden. auf reststücken gab es auch von halle aus noch einen eingeschränkten bedarfsverkehr.


halle-hettstedter-eisenbahn (hhe)
festschrift 1997 [mehr]


die wechselvolle geschichte der halle-hettstedter eisenbahn [mehr]


die halle-hettstedter eisenbahn mit saalehafen und kraftfahrlinie halle(saale) - nietleben - dölauer heide - dölau - mansfeld [mehr]


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der hallesche maler rüdiger giebler spekulierte am 27.06.2003 während einer austellungseröffnung in der zeitkunstgalerie in halle (saale), dass wohl von der ddr-kunst nur janke, hegen und götze jr. übrigbleiben wird(???)!:

karl hans janke (1909–1988)
"wahnhaftes erfinden"
bethanien berlin
14. Juni – 6. Juli 2003
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hannes hegen (*1925)
mosaik 1955-1975
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moritz götze (*1964)