[Fienhof] [Fienstedt] [Fienstedter] [Historisches] [Sehenswertes] [Umgebung] [Termine] [Links]

Über dem Saaletal
Die Lage




Die Ortschaft Fienstedt der Gemeinde Salzatal liegt 10 km nordwestlich der Stadt Halle (Saale) im nordwestlichen Saalekreis.

Das namensgebende Flüsschen Salza durchfließt die Gemeinde von Westen nach Osten und mündet bei Salzmünde in die Saale. Die Saale bildet fast durchgehend die nordöstliche Gemeindegrenze.



Rebbau um die Linde
Das Wappen




Das Fienstedter Wappen zeigt in Silber auf gewölbtem grünen Rasen eine grüne Linde, der Stamm ist beseitet von je einer hängenden roten Weintraube mit grünem Blatt.

„Doch die Weinberge nennt der Magdeburgische Topograph von 1780 nicht mehr, obschon die Weinstöcke neben der Linde im Dorfsiegel und die Nennung des hl. Urban, des Schutzherrn des Weinbaus, auf der größten und ältesten Glocke, daran erinnern, daß auch Fienstedts Bauern einst Rebbau trieben. nordöstlich des Dorfes liegt das Weinbergsfeld, hier an den Talhängen werden wir die einstigen Fienstedter Weinberge zu suchen haben.“
[aus: Erich Neuß, Wanderungen durch die Grafschaft Mansfeld, 1938]



Fienstedt zwischen Morast, Wein und Ende
Der Ortsname




Alte Namensgebungen sind urkundlich:

1222 Finegestad
1288 Vinstede
1505 Finstede,

erklären aber noch nicht die Herkunft des Ortsnamens. Hier einige Ansätze:

1... enthält wohl nicht den sehr seltenen Personennamen fin, sondern entweder das ahd. fennîg (kotig, morastig) von fenna und fennî nld. veen (Kot, Sumpf, Morast) oder dieses letztere selbst und bedeutet demnach: Wohnstätte im veen oder Moraste, eine Bezeichnung, die die vorauszusetzende Beschaffenheit des Bodens in der Urzeit wahrscheinlich macht.
[aus: Bau- und Kunstdenkmäler des Mansfelder Seekreises von Grössler und Brinkmann, 1895]
Fienstedt ist heute noch Quellgebiet, Wasserschutzgebiet.

2...von der »feinen stätte« hörten wir schon, und es ist glaubhaft, daß das Dorf den Bewohnern der Wendenweiler Zedewitz, Plossa, Zeperkau und wie sie sonst in der Saaleaue verstreut lagen, als die bessere Stätte erschien, in die sie schließlich vor den Hochfluten und den Sumpfmücken flüchteten.

3... Spangenberg fabelt von einem »deutsch-gotischen« Volk der Finnen, dem Fienstedt (wie auch das Finnegebirge) seinen Namen verdanke; das sei ihm verziehen, weil er, vielleicht auf Grund uralter, damals noch lebendiger Überlieferung hinzufügt, es seien von den »finnen«, »Viel mit den Thüringern aus der cimbrica chersoneso oder juythland in diese Landart diesseits der EIbe und den Hartz kommen und im Fortreisen ihres Namens Gedächtnis je bisweilen an etlichen Örtern gelassen.«
[aus: Wanderungen durch die Grafschaft Mansfeld, Neuß, 1938]

4... heißt »Weinstätte« und deutet auf den Weinanbau an den Saalehängen hin, wie auch die Reben im Ortswappen und die Nennung des hl.Urban, dem Schutzpatrons des Weinbaus, auf der Kirchenglocke der Fienstedter Kirche St. Stephanus.
[aus: Fienstedter Weinseeligkeit, 2006]

5... eine weitere Interpretation steuerte seinerzeit der Zappendorfer Künstler Till Brömme bei. Für ihn steht fien auch für fin, das Ende – und so kann Fienstedt auch zur »Endstation« werden...
[aus: Zappendorfer Küchengespräche, 2005]







Lage + Anfahrt
[OpenStreetMaps]

[Google Maps]

Elisabeth Susanna Zeidler
Seit einigen Monaten ehrt die Ortschaft Fienstedt mit einem neuen Strassennamen Elisabeth Susanna Zeidler.
Doch wer war sie?

Pappelring e.V.
Der Verein, benannt nach den Pappelringen auf dem Fienstedter Dorfanger, wurde 2010 gegründet. Er sieht sich als Triebkraft für eine lebendige Ortsgeschichte, will Geschichte und Geschichten der Ortschaft sammeln und bewahren, gleichsam aber auch für neue Geschichten sorgen.
www.pappelring.de